Angst

Die Facetten der Angst

Jeder von uns hat mal mehr oder weniger Angst, das ist ganz normal und auch überaus nützlich. Selbst heute, wo Angst uns nicht mehr vor dem bösen Säbelzahntiger wegrennen lässt. Manche Menschen allerdings leiden unter ein übermächtigen Angst, sie stehen im Mittelpunkt dieses sehr zu empfehlenden Specials von Welt online:

YouTube sperrt Anti-Putin Song

Was steckt hinter dem Verschwinden von “Wladimir (Put Put Putin)”?

Gestern habe ich an dieser Stelle den Anti-Putinprotestsong der österreichischen Band Rammelhof gepostet – heute ist es weg. Schuld darin ist Ausnahmsweise nicht ein GEMA-Verstoß, aber nicht, weil es dabei um eine österreichische Band geht:

youtube-gesperrt

“Dieses Video wurde entfernt, weil es gegen die YouTube-Richtlinie zu Spam, Betrug und irreführender Werbung verstößt.” – Hinweis von YouTube

Auf ihrem Twitter-Account postet die Band Rammelhof selbst, folgende Botschaft:

Ein von den Urhebern selbst online gestelltes Musikvideo verstößt gegen Richtlinien zu Spam, Betrug und irreführender Werbung? Was bitte ist an dem Protestsong Spam, Betrug oder irreführende Werbung?

Nach wie vor zu sehen ist das Video aber selbst auf YouTube, hier und hier. Da aber alle Medien das Video von der YouTube-Seite der Band eingebunden haben, dürfte jeder, der nicht selbst danach sucht, nur noch das gesperrte Video angezeigt bekommen.

Komische Sache das, oder?

Update – 19:15: Laut Twitterseite der Band ist das Video inzwischen wieder verfügbar, das scheint aber nicht für Deutschland zu gelten.

War es das schon mit Schwarz-Rot-Gold?

Kaputt ist, was man sich kaputt machen lässt

In Würzburg ist der Pegida-Spuk bekanntlich noch nicht vorbei. Immer noch marschieren sie mit Schwarz-Rot-Gold und glauben diese Flagge habe irgendetwas mit ihren wirren Thesen und Meinungen zu tun.

Als die Pegida-Märsche noch im Licht der Medienöffentlichkeit stattfanden, hat mich bei allen Kritiken immer gestört, dass eine Kritik nie erwähnt wurde. Die Tatsache, dass dort Menschen mit der schwarz-rot-goldenen Flagge herumlaufen, die für das Gegenteil von dem stehen, für das diese Fahne eigentlich bedeutet. Findet das ein Wandel statt, wie Benjamin Stahl in seinem Leitartikel für die Main Post schreibt? Ist der unverfängliche Umgang mit der deutschen Flagge, der mit der WM 2006 begann, schon wieder vorbei?

Flag of Germany.svg
Flag of Germany“. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

Oder hat er eigentlich nie wirklich angefangen? In diesem Zusammenhang kann ich mich spontan an zwei Dinge erinnern. Zum einen an ein Gespräch mit einem Saloon-Linken, der 2006 meinte dieses Flaggenmeer gehe gar nicht – zum anderen an meine eigene Meinung bei der letzten WM, die Leute würden auch blass-blaue Unterhosen Flaggen, wenn diese irgendwie in Zusammenhang mit dem DFB-Team stehen würden.

Ob das Revival der Bundesflagge in den letzten zehn Jahren tatsächlich etwas mit einem neuen, unverkrampften Umgang mit ihr zu tun hat, daran hatte ich immer schon meine Zweifel. Zumindest größtenteils. 2006 wurde nach Ende der WM unverzüglich abgeflaggt, 2014 hat sich ein bisschen Schwarz-Rot-Gold gehalten. Sprich, ich bezweifle das hier tatsächlich so etwas wie ein Kulturwandel statt gefunden hat, aber zumindest ist eine Entwicklung in Gang gesetzt worden.

Umso schlimmer der Missbrauch der Bundesflagge von Menschen, die von Einigkeit und Recht und Freiheit soviel verstehen, wie ein Steinzeitmensch von Atomenergie. Das ist durchaus auch die Sorge im obigen Leitartikel, dem man auch einfach mit einem “Kaputt geht nur, was man sich kaputt machen lässt” kommentieren könnte. Die zweite Möglichkeit wäre natürlich, sich nicht wirklich darüber aufzuregen, wie das etwa in den USA der Fall wäre, wo es nichts zu geben scheint, in das man nicht auch das Sternenbanner reinstecken könnte. Da ist es ziemlich egal, ob man jetzt links außen steht oder am rechten Rand, man versammelt sich unter der US-Flagge. Das allerdings setzt einen Umgang mit dem Symbol Flagge voraus, den wir in Deutschland wie gesagt noch lange nicht erreicht haben.

Symbole sind wichtig, will man sich für eine gemeinsame Sache versammeln, keine andere Funktion hat eine Flagge. (Bekanntlich kann man diesen Umstand aber leider für gute, wie für schlechte Sachen nutzen.) Und nach ein paar Anlaufschwierigkeiten hat sich Deutschland doch zu einem Land entwickelt, das bei all den reichlichen Mängeln, eigentlich gar nicht mal so schlecht dasteht, wenn es darum geht mit den eigenen Errungenschaften auch Vorbild sein zu können.

Das wird freilich die Rechte nicht davon abhalten, diese Errungenschaften mit der gleichen Flagge bekämpfen zu wollen. Es wird auch die Linke nicht davon abhalten, Schwarz-Rot-Gold weiter als nationalistisch brandmarken zu wollen. Aber so ist das eben mit Symbolen – man kann sie auch für die eigenen Zwecke missbrauchen. Kaputt machen lassen, sollte man sie sich deshalb aber noch lange nicht.

RIP Leonard Nimoy

RIP Leonard #Nimoy #MrSpock

Ein von Thomas Matterne (@thomasmatterne) gepostetes Foto am

Video: Wladimir (Put Put Putin)

Die hat er mit dem Snwoden, so richtig an den Hoden.

In Österreich gibt es alles, auch einen Protestsongwettbewerb. Siegreich hervor ging dabei die Band Rammelhof. Ihr Song “Wladimir (Put Put Putin)” scheint auch, wen wundert es, in der Ukraine ein Riesenerfolg zu werden.

Song bei iTunes downladen

via heute.at