
Star Trek – Into the Darkness
Bei Gelegenheit muss ich mal einen Trekkie fragen, was eigentlich die Star Trek-Gemeinde zu der Art Neustart denkt, den J.J. Abrams dem Ganzen verpasst hat. Denn um ehrlich zu sein, ich hätter darauf getippt, dass sie mehr oder weniger Sturm laufen – was aber wohl nicht der Fall war. Aber na ja, wenn man den DC-Fans diesen Erde 2-Scheiß verkaufen kann, kann man einem Trekkie wohl auch so etwas andrehen.
Na ja, wie auch immer, der neue Star Trek hat in meinem Umfeld einiges an Lob bekommen. Manche erklärten es sogar zu einem absoluten Muss den Film zu sehen. Nun, ich würde das nicht so sehen. Man kann sehr gut durchs Filmjahr 2013 kommen, ohne sich Star Trek – Into the Darkness angesehen zu haben.
Ganz ruhig, das hier wird jetzt auch kein Veriss, aber eben auch keine Jubelkritik. Abrams 2. Streich krankt vor allem an seiner Effekthascherei. Es kracht und explodiert sich durch den Film und damit auch der letzte Idiot merkt, dass er in einem 3D-Kino sitzt, jagt auch schon mal ein Raumschiff durch die Gebäude der Sternenflottenhauptstadt San Francisco.
In Ansätzen durchaus an Handlung und Bezügen zum hier und jetzt bemüht, opfert J.J. Abrams bald alles dem schönen (explodierenden) Schein. Das macht er dann recht gut und so wird der Film zumindest nicht langweilig und rangiert in der Popcornwelt des Mainstreams doch in der Kategorie Blockbuster vor sich hin.
Glänzen kann der Streifen allerdings ein bisschen wegen seiner Britishness. Erneut ist Simon Pegg als Scotty einer der wenigen schauspielerischen Höhepunkte des Films. Und Benedict Cumberbatch dürfte Ricardo “Plastikbrust” Montalban als Khan schon nach seinem ersten Auftritt vergessen machen. Letztlich sorgen diese beiden für ein paar Pluspunkte, während die eigentlichen Hauptdarsteller von Spock und Kirk (Ich hab die Namen vergessen und auch nicht vor nachzusehen.) blass und kaum erwähnenswert sind.
Insgesamt ist Star Trek – Into the Darkness also ein Film, der den Zuschauer zufriedenstellen kann – dafür ist er ja auch gemacht worden. Wer aber ein bisschen mehr erwartet hat, der hat – na ja, zu viel erwartet. Es ist halt Unterhaltungskino …



