blog.matterne.eu

Frei nach dem alten Descartes: Ich blogge, also bin ich

blog.matterne.eu - Frei nach dem alten Descartes: Ich blogge, also bin ich

s’Würzburger Nachtwächterbüchle

Buchkritik: s’Würzburger Nachtwächterbüchle

Es gibt ein paar Dinge die man sowohl als Tourist, als Reingschmeckter oder als Würzburger selbst gemacht haben muss. Eine Führung mit dem Würzburger Nachtwächter machen, gehört zweifellos dazu. Meine erste Führung war recht spät, gemesen an meiner Zeit in Würzburg, gehört aber dafür zu den wenigen guten Erinnerungen an meinen letzten Job. Aber das ist eine andere Geschichte und die ist bestimmt nicht so witzig, wie jene, die Wolfang Mainka, alias der Würzburger Nachtwächter, in s’Würzburger Nachtwächterbüchle zusammengetragen hat.

Es sind eine ganze Reihe kleiner Geschichten aus der Würzburger Geschichte und durchaus auch aus der Gegenwart dort versammelt. Gespickt mit der ein oder anderen Weisheit, die man einfach kennen muss. So zum Beispiel, dass es in Würzburg entweder regnet oder eine Kirchenglocke läutet.

Nicht alle Geschichten zünden oder erzeugen einen Auschlag auf der Schmunzel-Lach-Skala, aber jene die es tun, trösten über die weniger gelungenenen Anekdoten hinweg. Ohnehin muss man zugeben, dass dieses Buch zwar eine Führung beim Nachtwächter nicht ersetzen kann, aber hervorragend ergänzt.

Auf jeden Fall ist s’Würzburger Nachtwächterbüchle ein amüssanter Geschichtsunterricht auf der lokalen Ebene. Ich kann es nur empfehlen, man wird es auf einen Rutsch durchlesen und viel mehr über Würzburg wissen, als davor.

Das Café Journal ist dann erstmal von der Liste gestrichen

Auch nach Jahren in Würzburg gibt es immer noch ein paar Dinge, die ich hier nicht verstanden habe. Zum Beispiel, was macht eigentlich der Typ der im Café Journal hinter der Theke steht?

Spiele zum ersten Mal mit dem Gedanken die Zeche zu prellen. #Journal #Würzburg
@matterne
Thomas Matterne

Na ja, wie ich heute so den Nachmittag in der Stadt abschließen wollte, bin ich also mal wieder im Journal gelandet. Draußen, schließlich hat zumindest noch ein bisschen die Sonne geschienen. Ein bisschen, was natürlich immer das Risiko mit sich bringt, dass die Bedienung nicht immer zur Stelle ist. Aber das ist okay, darauf stellt man sich ja ein. Als ich aber zahlen wollte und die Viertelstunden schon ins Land gingen, dachte ich mir, rauch noch eine Zigarette und dann gehste rein.

Und weil die Bedienung nicht zu sehen war, bin ich halt direkt an die Theke, wo ich den DJ Barkeeper dazu bringen musste von seinem als Mischpult umfunktionierten Laptop aufzusehen. Dazu muss man wissen, dass zu den wenigen Dingen, die mich bis heute Nachmittag am Journal gestört haben, die laute Musik ist, bei der man sich gelegentlich schon mal nicht mehr unterhalten kann. However, nach ein paar Missverständnissen konnte ich dem DJ Barkeeper erklären, dass ich meinen Cappuccino gerne bezahlen möchte. Die Hand schon am Geldbeutel, bekam ich ein “Ich schick die Bedienung raus” als Reaktion. Woraufhin ich zu einem “Kann ich nicht hier -” ansetzen wollte, der DJ Barkeeper  aber schon wieder aufs Mischpult sah.

Also bin ich wieder raus und hab mich brav an meinen Tisch gesetzt.

Kurz darauf kam der DJ Barkeeper  selber raus, machte irgendwas an den Tischen und ignorierte mich und alle anderen Gäste. Okay, kassieren ist nicht jedermanns Sache. Aber auch als die Kellnerin rauskam, war sie offenbar auf ihrer stündlichen Tour, denn so wirklich zahlen konnte ich da auch nicht.

Zu diesem Zeitpunkt hab ich dann erstmals in meinem Leben mit dem Gedanken gespielt, ob ich nicht einfach aufstehen und ohne zu bezahlen gehen sollte. Heh, ich meine, ich hab alles versucht. Ich hab der Kellnerin zugewinkt und war sogar drinnen an der Bar, um zu versuchen zu bezahlen – welches Gericht würde mich da wegen Zechprellerei verurteilen?

Am Ende habe ich dann aber doch noch einen Versuch unternommen, der hat funktioniert und stattdessen habe ich halt erstmals in diesem Jahr demonstrativ kein Trinkgeld gegeben.

Bücher online um die Ecke bestellen

Auch wenn ich mich nicht am allgemeinen Amazon-Bashing beteiligen möchte, kann man doch darauf hinweisen, dass man Bücher auch nach wie vor um die Ecke kaufen kann. In Würzburg zum Beispiel unter buylocal-wuerzburg.de.

Und weil es für WordPress ja praktisch für alles ein Plugin gibt, kann ich bei meiner nächsten Buchbesprechung gleich folgendes ausprobieren: Lass den Klick in deiner Stadt: Das WordPress-Plugin

Mein (Film-)Wochenende beginnt am Donnerstag!

Ja, ich starte dann heute schon mal ins Wochenende, oder besser gesagt ins 39. Internationale Filmwochenende in Würzburg. Die 10er-Karte liegt bereit, der Filmplan in der neuesten Version wurde ausgedruckt – ich freu mich!

Das 39. Internationale Filmwochenende vom 14. bis 17. März 2013 in Würzburg.

Und wie nicht anders zu erwarten habe ich den Plan der Filme, die ich mir ansehen will, im Laufe der Woche das ein oder andere Mal geändert. Besonders am Sonntagnachmittag und -abend, schließlich wird ja nicht jedes Jahr ein neuer Papst gewählt. Aber mein persönlicher Eröffnungsfilm hat sich nicht verändert:

Beim Rest hat sich dann allerdings doch das ein oder andere geändert. Heimlich still und leise bin ich ja am überlegen meinem Hintern noch zwei, drei Filme mehr zu zumuten – vielleicht würde sich ja noch eine zusätzliche 5er-Karte lohnen. Ah, nein, ich höre gerade wie mein Haushaltsbuch Alarm schlägt und damit beginnt alle Zahlen dort nur noch in feuerroter Schrift anzuzeigen, die blinkt, als würde die nächste Kernschmelze bevorstehen. (Die Dinger kommen ja bekanntlich öfter vor, als uns Atomfans bei jeder neuen Katastrophe vorrechnen.)

Mit diesem Beitrag entschuldige ich mich übrigens hauptsächlich vorsorglich bei meinen Lesern, die sich nicht so sehr für Filme interessieren. Denn die nächsten Tage wird hier zwar ziemlich viel los sein, aber es wird dabei wohl nur um Filme und das Filmwochenende gehen. Wer sich dafür also weniger interessiert, der sollte vielleicht erst nächste Woche wieder vorbeischauen. :-)

Alle Artikel zum 39. Internationalen Filmwochenende Würzburg findet ihr hier!

Gibt es dieses Jahr keinen WTF-Film für mich?

Die letzten Tage hat bei mir der Generalstab getagt. Oberkommando, Logistik und Nachschub haben sich die Köpfe zerbrochen, Pläne geschmiedet, wieder verworfen und am Ende doch einen vorläufigen Plan entworfen. Und so habe ich die Qual der Wahl hinter mich gebracht und die zehn Filme meiner Mehrfachkarte fürs 39. Internationale Filmwochenende Würzburg verteilt.

Das 39. Internationale Filmwochenende vom 14. bis 17. März 2013 in Würzburg.

Diesmal sind erstaunlich viele Filme dabei, die auch im Wettbewerb laufen. Aber natürlich sind auch wieder die Italiener mit dabei, traditionell bildet ein Film aus Italien auch wieder meinen persönlichen Abschlussfilm. Mein persönlicher Eröffnungsfilm läuft zeitgleich mit der offiziellen Eröffnung, so dürfte der Besuch der Preisverleihung auch in diesem Jahr mein Festival-Nicht-Film-Besuch sein.

Dazwischen liegen dann acht weitere Filme, dieses Jahr – meiner aufkeimenden Comic-Leidenschaft gerecht werdend – sogar mit einem Animationsfilm nach einer Graphic Novel.

Was in meinem Plan allerdings noch zu fehlen scheint, ist mein persönlicher WTF-Film des Jahres. WTF-Film? What the Fuck-Film. Den hatte ich bis jetzt jedes Jahr auf dem Filmwochenende, ein ganz besonders kleines Genre. Letztes Jahr war es der Film The Immaculate Conception of Little Dizzle, das Jahr davor die Doku The Red Chapel. Auf dem Plan steht in diesem Jahr nicht wirklich ein Film, der großes WTF-Potential hat – aber zum einen kann ich mich ja irren und zum anderen werde ich auch bestimmt von dem Plan abweichen.

Na ja, wie dem auch sei, in einer Woche beginnt also wieder mein persönlicher Höhepunkt im Würzburger Kulturkalender. Ich würde sagen, ich freu mich schon. :-) Auch wenn es mich 2013 mal richtig Geld kostet, jetzt wo ich keine Presseakkreditierung mehr habe. Ach, ich vermisse meinen Job bei TV touring echt. Und nachdem ich den Griff ins Klo, der danach kam, nicht mehr täglich machen muss, habe ich in diesem Jahr zwei Tage mehr Zeit mir Filme anzusehen – weshalb es in diesem Jahr auch eine 10er-Karte geworden ist.

Alle Artikel zum 39. Internationalen Filmwochenende Würzburg findet ihr hier!