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Frei nach dem alten Descartes: Ich blogge, also bin ich

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Das Café Journal ist dann erstmal von der Liste gestrichen

Auch nach Jahren in Würzburg gibt es immer noch ein paar Dinge, die ich hier nicht verstanden habe. Zum Beispiel, was macht eigentlich der Typ der im Café Journal hinter der Theke steht?

Spiele zum ersten Mal mit dem Gedanken die Zeche zu prellen. #Journal #Würzburg
@matterne
Thomas Matterne

Na ja, wie ich heute so den Nachmittag in der Stadt abschließen wollte, bin ich also mal wieder im Journal gelandet. Draußen, schließlich hat zumindest noch ein bisschen die Sonne geschienen. Ein bisschen, was natürlich immer das Risiko mit sich bringt, dass die Bedienung nicht immer zur Stelle ist. Aber das ist okay, darauf stellt man sich ja ein. Als ich aber zahlen wollte und die Viertelstunden schon ins Land gingen, dachte ich mir, rauch noch eine Zigarette und dann gehste rein.

Und weil die Bedienung nicht zu sehen war, bin ich halt direkt an die Theke, wo ich den DJ Barkeeper dazu bringen musste von seinem als Mischpult umfunktionierten Laptop aufzusehen. Dazu muss man wissen, dass zu den wenigen Dingen, die mich bis heute Nachmittag am Journal gestört haben, die laute Musik ist, bei der man sich gelegentlich schon mal nicht mehr unterhalten kann. However, nach ein paar Missverständnissen konnte ich dem DJ Barkeeper erklären, dass ich meinen Cappuccino gerne bezahlen möchte. Die Hand schon am Geldbeutel, bekam ich ein “Ich schick die Bedienung raus” als Reaktion. Woraufhin ich zu einem “Kann ich nicht hier -” ansetzen wollte, der DJ Barkeeper  aber schon wieder aufs Mischpult sah.

Also bin ich wieder raus und hab mich brav an meinen Tisch gesetzt.

Kurz darauf kam der DJ Barkeeper  selber raus, machte irgendwas an den Tischen und ignorierte mich und alle anderen Gäste. Okay, kassieren ist nicht jedermanns Sache. Aber auch als die Kellnerin rauskam, war sie offenbar auf ihrer stündlichen Tour, denn so wirklich zahlen konnte ich da auch nicht.

Zu diesem Zeitpunkt hab ich dann erstmals in meinem Leben mit dem Gedanken gespielt, ob ich nicht einfach aufstehen und ohne zu bezahlen gehen sollte. Heh, ich meine, ich hab alles versucht. Ich hab der Kellnerin zugewinkt und war sogar drinnen an der Bar, um zu versuchen zu bezahlen – welches Gericht würde mich da wegen Zechprellerei verurteilen?

Am Ende habe ich dann aber doch noch einen Versuch unternommen, der hat funktioniert und stattdessen habe ich halt erstmals in diesem Jahr demonstrativ kein Trinkgeld gegeben.

Restaurantkritik: Mainbäck, Würzburg

Bild: Benjamin Klack / pixelio.de

Es gibt manchmal Dinge auf der Welt, die eigentlich recht offensichtlich nicht zusammenpassen und dennoch irgendwie ganz gut funktionieren. Relativ oft trifft das auf Beziehungen zu, die eben nicht nach dem Motto vorgehen, Gleich und Gleich gesellt sich gern. Manchmal aber manchmal eben auch bei Gaststätten.

Ein gutes Beispiel in Würzburg ist dafür das Mainbäck, das sich praktisch zweigeteilt präsentiert. Je nachdem von welcher Seite man das Mainbäck betritt, wird dem Gast ein ganz eigenes Design präsentiert. Vom Stadteingang aus kommt man in eine recht typische Gaststätte, urig, eine Theke – fränkisch gemütlich im besten Sinne. Von der Mainseite aus gesehen, sieht man von dieser Urigkeit zuerst einmal relativ wenig. Hier ist der Wintergarten, von dem aus der versprochene Festungsblick aus geht, mit seinem frischen, im Vergleich zur anderen Seite luftig-modern wirkender Architektur, um den Gast zu empfangen. Allerdings wird von dieser Seite auch sehr schnell klar, dass hier der FC Bayern regiert – aber, man kann ja nicht alles loben.

Keine Lobeshymnen, aber gute Kost

Der Besucher hat also die Wahl, ebenso wie in der Speisekarte. Die wiederum von der puren Menge an angebotener Gerichte eher an der Gaststätte orientiert ist, was ein bisschen auch auf die Auswahl zutrifft. Nichts desto trotz dürfte für die meisten Gäste durchaus immer etwas dabei sein.

In meinem Fall zum Beispiel ein Paprikaschnitzel, das recht gut war. Nicht berauschend und nicht Lobeshymnen auslösend, aber ganz gut. Über die Bratkartoffeln kann ich das allerdings nicht sagen. Als bekennender Fan dieser Kartoffelzubereitung kann ich nur sagen: Die Bratkartoffeln im Mainbäck sind verdammt gut! Knusprig und dennoch saftig, fast zu gut, um den Geschmack noch mit den Fleischbeilagen oder der Sauce zu vermischen. Schlicht: Lecker!

Mainbäck – Die Gaststätte mit Festungsblick – Büttnerstraße 48 – 97070 Würzburg – www.mainbaeck.de

Mein Osteressen: Pasta mit Hühnerleber-Rosmarin-Sugo

Ich weiß zwar immer noch nicht warum, aber Leber hat einfach einen schlechten Ruf. Als ich gestern beim Familienostertreffen erwähnte, was ich heute zu essen kochen will, habe ich auch nicht gerade begeisterte Gesichter entdeckt.

Mein Osteressen: Pasta mit Hühnerleber-Rosmarin-Sugo

Als durchaus bekennender Leberfan, zumindest ab und an mal, hatte ich mir aber das Rezept für Hühnerleber-Rosmarin-Sugo schon seit ein paar Tagen zurecht gelegt. Gefunden habe ich es übrigens im Blog Foodfreak und nur wenig modifiziert:

Pasta mit Hünerleber-Rosmarin-Sugo
 
Vorbereitung

Zubereitung

Gesamt

 

Autor:

Zutaten
  • Olivenöl
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 500 g Hähnchenleber
  • w Zehe Knoblauch
  • 125 ml Weißwein
  • 125 ml Hühnerbrühe
  • 1 kleine Dose gehackte Tomaten
  • 1 Teelöffel Rosmarin
  • Pasta

Zubereitung
  1. Vorbereitungen: Die Zwiebel und den Knoblauch klein hacken. Etwa einen Teelöffel Rosmarin zupfen und klein hacken. Die Hühnerleber putzen und trockentupfen und anschließend in kleine Teile hacken.
  2. Das Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die gehackten Zwiebeln für vier bis fünf Minuten anschwitzen lassen und dann zur Seite schieben.
  3. Die geschnittene Hühnerleber für fünf Minuten in der Pfanne anbraten, danach wenden und den Knoblauch hinzugeben und mit den Zwiebeln vermischen.
  4. ml Weißwein dazugeben lassen und einkochen lassen.
  5. Anschließend die Hühnerbrühe und die gehackten Tomaten dazugeben.
  6. Den Rosmarin nicht vergessen!
  7. Etwas Salz und Pfeffer und dann 30 Minuten köcheln lassen.
  8. Während dieser Zeit nicht vergessen die Pasta zuzubereiten.

 

Restaurantkritik: “Bistro Gambrinus” in Kitzingen

Restaurantkritik: Bistro Gambrinus

Es ist eine gefühlte Ewigkeit her, als ich zum letzten Mal im Gambrinus in Kitzingen war. Sprichwörtlich, ich und ein Klassenkamera verlängerten damals den Rückweg zur Fachoberschule, in dem wir kurz in Gambrinus verschwanden. Ich hatte das Café/Bistro als etwas goldig und klischeehaft eingerichtet in Erinnerung, als hätte man den Innenarchitekt aller Wiener Caféhäuser ins Frankenland geholt. Als ich heute dort eher zufällig wieder vorbeikam, sah das alles schon ganz anders aus.

Das heutige Bistro Gambrinus wirkt im Vergleich geradezu schnörkellos, nur zwei schwarze Ledersofas unterscheiden es noch ein bisschen von der Standardeinrichtung von Bistros und kleinen Gasthäusern. Das wirkt ein wenig unstimmig, aber stören tut es nicht wirklich. Abgesehen davon ist man ja ohnehin nicht in einem Einrichtungshaus und es zählen andere Dinge.

Das Essen zum Beispiel! In meinem Fall zum Beispiel eine Empfehlung des Hauses: Reibekuchen mit Schinken und Tomate mit Käse überbacken. Völlig zurecht eine Empfehlung des Hauses, vor allem der Reibekuchen selbst kann sich sehen lassen. Vor allem die Kombination des leicht süß schmeckenden Reibekuchen mit dem würzigen Schinken und dem überbackenen Käse wirkt. Die andere Hälfte des Tellers gehört dem Salat, dessen nachwürzwürdiges Dressing so ziemlich der einzige Kritikpunkt ist, den man finden könnte.

Aber mir war nicht so richtig danach das Haar in der Suppe zu finden, weshalb ich das Gambrinus auch heute noch mehr als empfehlen kann.

Tapas-Rezept: Spanische Kartoffeln

Spanier sind Sadisten, davon kann man inzwischen ausgehen. Zuerst erfinden sie die spanische Inquisition und dann Tapas. Wer Tapas nicht kennt, das sind köstliche Kleinigkeiten für Zwischendurch und man wird von ihnen einfach nicht satt. Sadistisch, sag ich doch!

Tapas-Rezept: Spanische Kartoffeln (Sorry, mein Food-Designer arbeitet nicht am Wochenende.)

Aber der hungrige Westeuropäer weiß Rat, er rechnet einfach hoch und macht aus einem Tapasgericht einfach eine Hauptmahlzeit. Bei den spanischen Kartoffeln, die ich neulich in einem Rezeptbuch über Tapas entdeckt habe, ging dass sogar ganz leicht.

Zutaten:

  • Kartoffeln
  • Paprika
  • Zwiebel
  • Passierte Tomaten
  • Petersillie
  • Senf
  • Gemüsebrühe
  • Currypulver
  • Olivenöl

Zubereitung:

Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und dann die klein geschnittenen Kartoffeln und die Zwiebel gut fünf Minuten anbraten.

Dann die Paprikastücke, Senf und Curry dazugeben und für weitere drei bis vier Minuten anschwitzen.

Jetzt die passierten Tomaten und die Gemüsebrühe dazugeben, gut durchrühren und alles bei etwas geringerer Hitze köcheln lassen. Gut 20 bis 25 Minuten, bis die Kartoffeln so weit sind. Am Ende noch die Petersilie zum Garnieren und …

Fertig!

Heute gab es Kiymali Ispanakli Yumurta

Kiymali Ispanakli Yumurta oder zu deutsch Spinat und Hackfleisch mit einem Ei

Treue Leser werden eine gewisse Ähnlichkeit mit dem letzten Eintrag in dieser Kategorie entdecken, es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied: Fleisch

Das Rezept für Kiymali Ispanakli Yumurta habe ich bei Nesrin’s Küche entdeckt. Und weil ich schon immer zu diesen komischen Kindern gehört habe, die von Spinat nicht genug bekommen konnten, wurde es auch gleich zum nachkochen auserwählt. Allerdings hat die Sache einen Haken, das Zeug ist so lecker, dass man nicht aufhören kann.

 

Heute gab es Shakshuka

Shakshuka – klingt ein bisschen komisch, schmeckt aber sehr lecker!

Als ich heute Vormittag beim alltäglichen Studieren meiner RSS-Feeds über den Beitrag Shakushuka nach Yotam Ottelenghi bei Foodina gestolpert bin, war mir sofort klar, das Abendessen für heute ist gesichert.

Ein simples und schönes vegetarisches Gericht, das sogar einem Fleischliebhaber wie mir schmeckt. Grundzutaten sind Tomaten, Paprika und Eier – und natürlich eine schöne Prise Harissa – das eigentlich daran Schuld war, dass das Gericht meine Aufmerksamkeit befand. Denn natürlich findet sich auch ein Gläschen Harissa in meinem zum Gewürzschrank umfunktionierten Gefrierschrank.

>>> zum Rezept