
Ein bisschen Pasta, Olivenöl ... es braucht nicht viel.
Ja, ich weiß, man sollte den Fernseher nicht als Einschlafhilfe benutzen, aber nobody is perfect, oder? Und außerdem bezahle ich ja nicht umsonst für digitales Kabel, das will schließlich auch genutzt sein. Zum Beispiel mit Bon Gusto, der Kochkanal ist einer meiner Favoriten wenn es Zeit wird ins Bett zu gehen.
Eine meiner Lieblingskochsendungen ist die BBC-Serie mit Nigel Slater, der sich langsam aber sicher zu meinem neuen Lieblings-TV-Koch entwickelt. Sieht man mal von dem völlig außer Konkurrenz stehenden Anthony Bourdain ab.
Warum? Ganz einfach, weil Slater eine Kochphilosophie vertritt, von der auch ich völlig überzeugt bin. Gute Küche braucht keine 100 Zutaten, keine Molekularexperimente oder überkandidelte Haute Cuisine! Gute Küche braucht zwei, drei Zutaten, eine Idee und jemanden der eben jene umsetzt. Es kann schnell gehen und ganz nebenbei auch ziemlich preiswert sein – selbst wenn man qualitativ hochwertige Produkte zum kochen verwendet.
Nehmen wir zum Beispiel das Rezept von Nigel Slater, das ich heute nach gekocht habe. Es brauchte nur: Pasta, Olivenöl, Parmesan, Basilikum und Erbsen. Einfach die Nudeln in Salzwasser kochen und wenn sie fertig sind die restlichen Zutaten darunter mischen und schon hat man ein einfaches Gericht, das aber so was von lecker ist, dass ich mir am liebsten noch eine zweite Portion gemacht hätte – wäre mir nicht das Olivenöl ausgegangen.
Kulinarischer Geheimtipp: Mainfranken-Messe
Vielleicht hätte ich heute Nachmittag auf der Mainfranken-Messe in Würzburg doch noch etwas Olivenöl besorgen sollen. Denn für mich ist die größte Verbrauchermesse in Nordbayern auch ein kleiner kulinarischer Geheimtipp. Oder anders ausgedrückt, nachdem die energetische Sanierung meiner kleinen Mietwohnung noch ein bisschen warten kann, gehe ich dort alle zwei Jahre vor allem zum essen hin. Champagnerpastete, italienische Pasta, fränkische Spezialitäten und aus irgendwelchen Gründen nicht zu vergessen die Käsespätzle. Und natürlich meine Lieblingsverkaufsstände, wo es Gewürze und Kräuter gibt.
Und weil man täglich etwas neues lernt, habe ich da auch heute etwas neues gelernt. Hat mir der Gewürzhändler doch von einem Kunden erzählt, der Tütchen mit Lorbeerblätter kauft als würden sie wie Glühbirnen bald nicht mehr hergestellt. Auf die Frage, ob er denn danach süchtig sei, antwortete der Kunde, er würde sich aus den Lorbeerblättern ein Bad zubereiten, das ihn für zwei bis drei Wochen von seinen Verspannungen befreien würde – hmm, wenn’s hilft.
