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Frei nach dem alten Descartes: Ich blogge, also bin ich

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Was ist Arab Spice?

Was auch immer da drin war, es war ziemlich lecker.

Ganz ehrlich, ich weiß immer noch nicht, was in diesem Päckchen Arab Spice alles drin war. Schließlich habe ich es mir in einem dubiosen Laden über der Grenze gekauft und in der Sprache, die für das Inhaltsverzeichnis verwendet wurde, konnte ich nur Paprika übersetzen. Aber wie auch immer, es war genau das Gewürz, dass das Schweinefleisch gestern gebraucht hat …

Resteessen

Meatballs and Spaghetti – statt Fleischküchle mit Anchovis.

Mit etwas Verspätung habe ich heute Abend mein Hackfleischwochende beendet. Und eigentlich sollte hier eine Rezept für Fleischküchle mit Anchovis stehen, frei nach Nigel Slater. Aber was soll ich sagen, das ganze war so lecker, dass ich davon kein Foto gemacht habe. Dafür aber von den Spaghetti mit selbst gemachten Fleischklösschen aus dem restlichen Hackfleisch.

Weder Fisch noch Fleisch

Es hat genauso lecker geschmeckt, wie es aussieht.

 

Keine Sorge, ich weiß ein gutes Steak nah wie vor zu schätzen. Aber heute war mir eher nach etwas leckerem ganz ohne Fleisch als Unterstützung. Zu meinen Rosmarinoffenkartoffeln gab es heute mal in Butter geschwenkte Pfifferlinge mit Zwiebel. Sehr lecker und absolut zum nachmachen zu empfehlen. Dazu muss man nicht einmal ein großartiger Koch sein – man sollte es aber vermeiden, im Anschluss das Schneidbrett aus Kunststoff auf die heiße Herdplatte zu legen. (Als kleiner Tipp! :-) )

 

Mehr als nur Suppe

Ganz ehrlich, wenn es früher bei Mama zuhause Suppe zum Abendessen gab, da war das schon irgendwie immer eine kleine Enttäuschung. Nicht das die Suppen schlecht geschmeckt hätten, aber irgendwie ist so ein Suppe doch – na ja, eigentlich nur eine Vorspeise, oder?

Suppe oder doch eine Brotmahlzeit: Sopa de Ajo

Dementsprechend gering ist die Anzahl der Suppenrezepte in meinem privaten Kochbuch, seit heute Abend allerdings hat das erste dort seinen Platz gefunden. Selbst gefunden habe ich es in der Januar/Februar-Ausgabe von “jamie – Mehr Leben in der Küche”. Ja, ich stehe nach wie vor dazu, Anthony Bourdain ist der Größte von allen, aber auch Jamie Oliver hat mal gute Einfälle. Z.B. das simple Rezept für Sopa de Ajo abzudrucken.

Im Prinzip muss man nicht mehr tun als Knoblauch anbraten, dann ein paar Scheiben mit Paprika gewürzten Brot das gleiche tun – Paprika war bei mir aus, aber ein gutes Thai Curry tat Wunder.  Alles was dann noch fehlt ist heißes Wasser, Salz und Pfeffer und nachdem es ein bisschen geköchelt ist kommt noch ein Ei dazu – alles für zehn Minuten in den Backofen und man hat eine billige Suppe, die garantiert satt macht.

Resteverwertung

Die Woche bin ich endlich auch dazu gekommen mal den kleinen Multizerkleinerer in der Küche einzusetzen, den mir das Christkind auch gebracht hat.

Also stand eine Kräuterfüllung für eine Hühnerbrust an, die noch auf eine kulinarische Verwendung wartete. Basilikum, Oregano usw. in den Zerkleinerer, etwas Orangenpfeffer, frisch geriebener Parmesan, nur ein bisschen Salz und weil es scharf sein soll auch noch die Hälfte einer der letzten Überlebenden der Chillischoten und noch ein Stückchen Zwiebel. Alles kleinhacken und schon ist die Füllung fertig und muss nur noch in die aufgeschnittene Hühnerbrust hineingebracht werden.

Und um die Füllung auch sicher drin zu behalten umwickelt man das Hühnchen noch mit dem übrig gebliebenen Speck vom Frühstück – deshalb wurde vorher auch am Salz gespart. Alles zusammen gehört dann in einer Pfanne gut angebraten, bevor es ab in den Ofen geht um ein bisschen später noch mit ein bisschen Käse überbacken zu werden.

Dazu dann als grünes Alibi und Gegenargument zum Speck ein paar Erbsen, ja, auch übrig geblieben, und die am meisten unterschätzte Beilage der Gourmentwelt, frisch gekochte Polenta.

Ich mag Bohnen

Ja, ich weiß, der Satz “Ich mag Bohnen” klingt als kulinarisches Geständnis ungefähr so wie “Ich esse gern Hund”. Gerne auch mal als baked Beans in Tomatensoße – ganz klassisch auch zum englischen Frühstück. Nur als Abendessen kann es dann gerne auch ein bisschen mehr sein.

Baked Beans zum Hauptgericht - why not?

Zum Reste aufwerten eignet sich so eine Dose Baked Beans zum Beispiel hervorragend, wie ich gestern wieder mal testen konnte. Das heißt, wenn da ein Hähnchenbrustfilet vom Vortag übergeblieben ist, kann man ja eigentlich auch gar nicht mehr von Resteverwertung sprechen, oder?

Wie auch immer, also dachte ich mir, entstaube mal wieder die Auflaufform. Gleich nachdem ich das Huhn in Streifen geschnitten und in der Pfanne angebraten habe. (Vorher natürlich gut gewürzt.) Dann die Stückchen auf einem Bett voller baked Beans ausbreiten, kleingehackte Kräuter – Basilikum und was der Kräutergarten sonst noch hergibt – drüber und nochmal Bohnen drauf. Am Ende noch alles mit Käse abgedeckt und ab damit in den Ofen.

Und was am Ende dabei herausgekommen ist, war übrigens genauso lecker, wie es das Foto nahelegt.